Großer Preis von Kanada 2017: Kampf mit den Bremsen dem Circuit Gilles Villeneuve

08.06.2017

Toto Wolff (c) Maier
Toto Wolff erwartet kniffliges Rennen

Die WM Saison 2017 macht an diesem Wochenende in Kanada Station. Nur wenige Strecken im Rennkalender stellen die Bremsleistung eines Formel 1-Autos so auf die Probe wie Montréal. Die Fahrer fahren 60% einer Runde auf der schnellen, halbpermanenten Straßenstrecke mit Volllast. Dazwischen treten sie an mehreren starken Bremspunkten heftig in die Eisen. Das macht Montréal zu einer der forderndsten Strecken für die Bremsen im gesamten Kalender. 

Der Circuit Gilles Villenmeuve stellt eine nahezu perfekte Mischung aus schnellen Geraden und engen Kurven dar. Dabei treten die Fahrer durchschnittlich mit einer Kraft von mehr als 750 kg auf die Bremse. Über die 70 Rennrunden entspricht das einer durchschnittlichen Pedalkraft von 52.500 kg. Der höchste Wert wird mit 120 kg in Kurve 13 erreicht.

Der Bremseffekt wird durch den schnellen Streckencharakter verstärkt. Denn dieser sorgt dafür, dass die Teams ihre Autos in Montréal mit einem geringen Luftwiderstand auf die Strecke schicken. Sie wollen auf den langen Geraden hohe Geschwindigkeiten erreichen, was dazu führt, dass die Autos mit wenig Strömungswiderstand aus noch höheren Speeds abbremsen müssen. Dies wird erschwert, wenn auf den beiden langen Geraden Rückenwind herrscht. Dann erreichen sie Top-Speeds von mehr als 327 km/h.

Formula 1 Großer Preis von Österreich 2017: Heimische Bands geben Gas

02.06.2017

F1 GP AUT (c) Matthias Heschl Red Bull Content Pool.
Party abseits der F1-Piste

Die Region rund um den Spielberg rüstet sich für den „Formula 1 Großer Preis von Österreich 2017“ und setzt zahlreiche Initiativen abseits der Rennstrecke. So stehen bei den Ö3 Konzerten am 7. Juli große Namen der heimischen Musikszene auf der Bühne. Dem Publikum heizen der Amadeus Award Gewinner „Lemo“, die Headliner „Seiler und Speer“ sowie die Legenden „EAV“ und „Opus“ ein. 

Am Samstagabend, 8. Juli, unterhalten Roosevelt, Madcon und Passenger die Fans im Murtal. Auf dem Red Bull Ring wird von 7. bis 9. Juli wieder das „Motorsport-Festival zum Anfassen“ mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und Formel 1 hautnah gefeiert.

Murtal gibt mit „Seiler und Speer“ und „Lemo“ Gas

Während die Formel 1 am Red Bull Ring gastiert, setzt die Region Murtal zahlreiche Initiativen für die Fans, unter anderem mit den Ö3 Konzerten in Spielberg. Zum Auftakt steht am Freitag – dem „Österreicher Tag“ – das „Who is Who“ der heimischen Musikszene auf der Bühne. Der frischgebackene Amadeus Award Gewinner „Lemo“ startet am 7. Juli mit Livemusik auf dem Open-Air-Gelände. Für „Der Himmel über Wien“ wurde der gebürtige Grazer vor kurzem zum Songwriter des Jahres gekürt. Als Headliner feiern „Seiler und Speer“ mit den Fans, begeistern mit neuer Show und werden dem Publikum aber natürlich auch mit Songs ihres Debütalbum-Krachers „ham kummst“ einheizen!

Grand Prix Monte Carlo: Vettel feiert unschönen Sieg

29.05.2017

Esteban Ocon Monaco 2017 (c) Sahara Force India
BWT auch in Monaco im Blickfeld

Es war schon vor dem Rennen klar, dass der Sieg im Fürstentum wohl nur über die roten Flitzer aus Maranello führen würde. Doch über das „wie“ kann man diskutieren. Viele wittern eine unschöne Stallregie von Ferrari, denn eigentlich sah Polesetter Kimi Räikkönen schon wie der sichere Sieger aus. Es war eine fragwürdige Boxenstrategie, die Sebastian Vettel auf Platz eins und den Finnen als Wasserträger nur auf Rang zwei spülte. Räikkönen wurde schon in der 34. Runde an die Box beordert, während sein deutscher Teamkollege fünf Runden länger draussen bleiben durfte. Vettel konnte so auf den weicheren und schnelleren Reifen den entscheidenden Vorsprung herausfahren, sodass er nach dem Boxenstopp noch knapp vor dem Finnen bleiben konnte. Vettel feiert damit nach 2011 den zweiten Sieg in Monaco. Den Frust von Räikkönen sah man ihm bei der Siegerehrung ins Gesicht geschrieben – Freude über Rang zwei in der Fürstenloge sieht anders aus. Für Vettel war es Saisonsieg Nummer drei und der insgesamt 45. in seiner Karriere.

Sebastian Vettel hat damit in der WM 25 Punkte Vorsprung auf Mercedes Pilot Hamilton. Platz drei holte Red-Bull Pilot Daniel Ricciardo. Für die erfolgsverwöhnte Mercedes-Truppe reichte es nur für Rand vier durch Valtteri Bottas und Rang 7 durch Lewis Hamilton. Das vom Mondseer Unternehmen BWT gesponserte Force India Team kam mit Esteban Ocon und Sergio Perez über die Ränge 12 und 13 nicht hinaus. Für die Schrecksekunden des Rennens sorge Pascal Wehrlein mit einem Crash vor dem Tunnel – er bleibe mit seinem Boliden auf der Seitenflanke liegen. Das Rennen wurde nach dem Crash nur mit dem Saftey Car neutralisiert und so musste der Sauber-Pilot geraume Zeit auf seine Bergung warten

Grand Prix von Monaco: Kimi Räikkönen startet aus der Pole

27.05.2017

Monaco 2017 (c) Daimler
Hamilton fährt hinterher

Ferrari ist auch in Monte Carlo stark – das war zu erwarten. Dass aber der Finne Kimi Räikkönen (37) vor seinem Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel die Poleposition, das überrascht dann aber. Wenn Ferrari am Sonntag gewinnt, so ware es den ersten Monaco-Sieg seit Michael Schumacher vor 16 Jahren.

Für Mercedes-Super-Star Lewis Hamilton lief es hingegen alles andere als perfekt. Den Finnen scheint Monaco heuer zu liegen, den im zweiten Mercede startet Valtteri Bottas im Mercedes von Rang drei. Die beiden Red-Bull-Boliden mit Max Verstappen und Daniel Ricciardo gehen von den Rängen vier und fünf ins Rennen.

Lewis Hamilton: “Ich hatte heute echt mit dem Auto zu kämpfen und ich glaube, dass es für mich keine Möglichkeit gegeben hat. Die gelben Flaggen waren etwas Pech, aber das hätte keine Rolle gespielt, wenn ich etwas schneller gewesen wäre. Ich glaube, dass mich diese Runde geradeso in die Top-10 gebracht hätte. Aber ich hätte Schwierigkeiten gehabt, mit meiner Pace unter die ersten Fünf zu kommen. Valtteri hatte heute keine Probleme. Deshalb bin ich etwas verwundert. Ich kann das Problem im Moment noch nicht benennen. Jetzt bin ich recht ernüchtert, aber ich werde morgen wieder angreifen. Es ist klasse, dass Valtteri eine gute Runde gefahren ist. Jetzt müssen wir nur herausfinden, warum mir das nicht auch gelungen ist. Aber ich richte den Blick nach vorne.

Formula 1 Grand Prix Monaco: Startklar für das Rennen des Jahres

24.05.2017

Monte Carlo 2016 (c) Steven Tee Williams
Monte Carlo 2016 (c) Steven Tee Williams

Mit dem Rennen in Monte Carlo steigt neben dem Österreich-Heim-Grand Prix das Highlight des Jahres. Man muss kein F1-Liebhaber sein, um das zu wissen. Der enge und winklige Kurs durch die Straßen von Monte Carlo ist ein einmaliger Rückblick in die Zeiten von Fangio oder Caracciola. Selbst Jahrzehnte danach ist er noch immer das Kronjuwel im Formel 1-Rennkalender.

Monaco ist das eine Mal im Jahr, bei dem der Grand Prix sich beinahe wie eine Art Rahmenprogramm anfühlt. Zwischen all den Party-Booten und Superstar-Promis ist es eine der größten Herausforderungen für die Fahrer, ein Wochenende ohne Ablenkungen zu verbringen.